Academy · Lektion 1 von 5 · Strategie · Wachstum

Lektion 1: Engpass erkennen.

Symptome von Ursachen unterscheiden, ein messbares Ziel formulieren, eine Engpasshypothese aufstellen und einen Test bauen, der sie widerlegen kann.

Autor
Peak Atlas Redaktion
Lesezeit
ca. 3 Min. · 521 Wörter
Zugang
kostenlos, ohne Anmeldung

Lernziel

Du kannst ein Symptom von einer Ursache unterscheiden, ein messbares Ziel formulieren und eine Engpasshypothese so aufschreiben, dass ein Test sie widerlegen könnte.

Arbeitsauftrag

Formuliere für dein Unternehmen ein Symptom, ein messbares Ziel, eine Hypothese und einen Test – auf maximal einer halben Seite.

Lernziel

Nach dieser Lektion kannst du ein Symptom von einer Ursache unterscheiden, ein messbares Ziel formulieren und eine Engpasshypothese so aufschreiben, dass ein Test sie widerlegen könnte. Das klingt bescheiden. Es ist der Schritt, der in den meisten Unternehmen übersprungen wird – und der Grund, warum Maßnahmen so oft an der falschen Stelle ansetzen.

Symptom oder Ursache?

„Wir haben zu wenig Umsatz“ ist ein Symptom. „Unsere Angebote werden nicht entschieden“ ist ein genaueres Symptom. „Wir versenden Angebote, ohne einen Termin zur Besprechung zu vereinbaren“ ist eine mögliche Ursache. Der Unterschied: Ein Symptom beschreibt, was du siehst. Eine Ursache beschreibt, was du ändern könntest.

Ein einfacher Test: Kannst du aus dem Satz eine Handlung ableiten, die morgen beginnt? Bei „zu wenig Umsatz“ nicht. Bei „Angebote ohne Besprechungstermin“ schon. Solange du nur Symptome hast, bist du noch nicht bei einer Hypothese.

Engpass heißt: die eine Stelle, an der eine Verbesserung das Ergebnis des Ganzen verändert. Verbesserungen an anderen Stellen verändern die Kennzahl dort, aber nicht das Ergebnis. Wer den Engpass nicht kennt, optimiert Nebenschauplätze – oft sehr fleißig.

Ein Beispiel

Ein Beratungsunternehmen mit acht Mitarbeitenden stellt fest: Der Umsatz stagniert seit drei Quartalen. Erste Reaktion: mehr Marketing. Bevor Budget fließt, zählt die Geschäftsführung eine Kohorte aus: Von 40 Anfragen eines Quartals wurden 22 qualifiziert, 18 bekamen ein Angebot, 4 wurden gewonnen. Die Quote von Angebot zu Abschluss liegt damit bei rund 22 %. Auffällig ist etwas anderes: Die Angebote lagen im Median 34 Tage offen, bevor eine Entscheidung fiel – und in 11 von 14 verlorenen Fällen gab es nach dem Versand kein einziges Gespräch mehr.

Das Symptom „zu wenig Umsatz“ wird zu einer Hypothese: „Wir verlieren Angebote, weil wir sie versenden statt besprechen.“ Das messbare Ziel: „Median der Entscheidungsdauer unter 20 Tage, Abschlussquote der nächsten Kohorte über 30 %.“ Der Test: „Jedes Angebot wird nur noch mit vereinbartem Besprechungstermin versendet – eine Kohorte lang.“ Wenn die Quote sich nicht bewegt, war die Hypothese falsch. Das ist kein Scheitern; das ist Erkenntnis für den Preis einer Kohorte.

Übung

  1. 01Schreibe das Symptom auf, das dich gerade am meisten beschäftigt – in einem Satz.
  2. 02Formuliere es dreimal genauer, bis daraus eine Handlung ableitbar wird.
  3. 03Setze ein messbares Ziel mit Kennzahl, Zielwert und Zeitraum.
  4. 04Schreibe die Hypothese als „Wir … , weil …“-Satz.
  5. 05Beschreibe einen Test, der die Hypothese widerlegen könnte: Was änderst du, wie lange, woran erkennst du das Ergebnis?

Reflexionshilfe

  • Enthält deine Hypothese ein „weil“? Wenn nicht, ist es noch ein Symptom.
  • Könnte der Test die Hypothese widerlegen? Wenn jedes Ergebnis als Bestätigung gelesen werden kann, ist es kein Test.
  • Hast du eine Zahl genannt, die du heute schon messen kannst? Wenn nicht, ist die erste Aufgabe, sie messbar zu machen.
  • Betrifft die Hypothese eine Stelle, deren Veränderung das Gesamtergebnis verändert – oder nur eine Teilkennzahl?

In der nächsten Lektion geht es um die Frage, welche Aufgaben du zuerst angehst, wenn mehrere Engpässe gleichzeitig um Aufmerksamkeit konkurrieren: Nähe zum Geld.

Passend dazu

Weiterlesen, rechnen, anwenden.

Academy

Gespräch

Du willst das auf deine Situation übertragen? Ein Erstgespräch klärt, wo dein größter Hebel liegt.

Shop analysieren lassen

Case Studies

Ergebnisse, die man nachlesen kann.

Veröffentlichte Projekte mit dokumentierten Zahlen. Jede Karte führt zur vollständigen Fallstudie.

Kunden

Unternehmen, die uns vertrauen.

299 Projekte seit 2016, von Online-Shops bis Konzernmarken. Auswahl aus aktuellen und historischen Projekten. Die Logos sind Eigentum der jeweiligen Marken.

Bekannt aus

ForbesHandelsblattFrankfurter Allgemeine ZeitungSüddeutsche ZeitungFrankfurter RundschauDeutscher AgenturpreisGerman Web Awards – Official Winner 2022

Passung

Passt Peak Atlas zu deinem Online-Shop?

Besonders sinnvoll, wenn …

  • Dein Shop hat bereits echte Nachfrage und soll profitabel wachsen.
  • Ads und Shop dürfen gemeinsam optimiert werden.
  • Du triffst Entscheidungen anhand von Zahlen und suchst einen Partner für Shop und Marketing zusammen.
Shop analysieren lassen

Am Ende eine ehrliche Einschätzung – auch wenn sie „noch nicht“ lautet.

Aktuell noch zu früh, wenn …

  • Dein Produkt noch nicht validiert ist.
  • Du lediglich möglichst günstige Ads-Betreuung suchst oder keine Zahlen teilen möchtest.
  • Umsatz wichtiger ist als wirtschaftlicher Ertrag und Shop oder Angebot nicht verändert werden dürfen.

Dann ist ein späterer Zeitpunkt meist die bessere Investition. Wir sagen das im Gespräch offen.

Bereit?

Bereit für den nächstenEuro?

Vielleicht liegt er in einem Warenkorb, der nie bestellt wird. In einer Kampagne, die nur das richtige Matching braucht. In einer Produktseite, die einen Tick schneller lädt. Das Erstgespräch zeigt es dir, in 15 Minuten, mit deinen Zahlen.

15 Min · Unverbindlich · Mit deinen Zahlen

Am Ende eine ehrliche Einschätzung, ob und wo wir helfen können.

Preise ansehen

Seit 2016 aktiv · 299 Projekte