Analyse · Strategie · Operations

Eigene Benchmarks aufbauen: Vergleichswerte aus deinen eigenen Kohorten.

Externe Benchmarks passen selten – andere Definitionen, andere Segmente, andere Zeiträume. Interne Benchmarks aus vergleichbaren Kohorten passen immer. So baust du sie in vier Schritten auf, mit einem leeren KPI-Definitionsblatt zum Download.

Autor
Peak Atlas Redaktion
Lesezeit
ca. 2 Min. · 499 Wörter
Zugang
kostenlos, ohne Anmeldung

Warum interne Benchmarks zuerst

Ein externer Benchmark beantwortet die Frage „Wie stehen andere da?“ – unter deren Definitionen, in deren Markt, zu deren Zeit. Ein interner Benchmark beantwortet die Frage „Wie stehen wir gegenüber uns selbst da?“ – gleiche Definition, gleiches Segment, nur ein anderer Zeitraum. Die zweite Frage ist häufig die nützlichere, weil aus ihr eine Handlung folgt.

Peak Atlas veröffentlicht derzeit keine externen Marktbenchmarks, weil uns dafür keine Datenbasis vorliegt, die die Kriterien unten erfüllt. Was wir anbieten, ist die Methodik – und Werkzeuge, mit denen du deine eigenen Werte sauber erhebst.

Sieben Angaben, die jeder Vergleichswert braucht

Definition
Zähler, Nenner, Quelle. „Abschlussquote“ ohne Nenner ist keine Definition.
Grundgesamtheit
Welche Vorgänge zählen? Alle Anfragen? Nur die über das Formular? Nur Neukunden?
Zeitraum
Startzeitraum der Kohorte und Stichtag der Messung. „Q1“ reicht nicht; „Anfragen 1. Januar bis 31. März, gemessen am 30. Juni“ reicht.
Segment
Branche, Kundengröße, Produkt, Region, Kanal. Ein Wert über alle Segmente hinweg verdeckt meist mehr, als er zeigt.
Datengüte
Vollständigkeit (wie viele Datensätze haben das Feld gefüllt?), Herkunft (System oder Handeingabe?), bekannte Lücken.
Median und Spannweite
Der Median ist robust gegen Ausreißer; die Spannweite (kleinster und größter Wert, oder 25.–75. Perzentil) zeigt, wie breit die Verteilung ist. Ein Durchschnitt allein verbirgt beides.
Vergleichbarkeit
Zwei Werte sind vergleichbar, wenn die sechs Angaben oben übereinstimmen – bis auf den Zeitraum. Sobald sich eine weitere unterscheidet, ist es kein Vergleich, sondern eine Gegenüberstellung mit Vorbehalt.

Vier Schritte zum eigenen Benchmark

  1. 01Kennzahl definieren: Fülle für jede Kennzahl das Definitionsblatt aus – Zähler, Nenner, Zeitraum, Segment, Quelle, Typ (Aktivität oder Wirkung), Verantwortlich. Was du nicht ausfüllen kannst, misst du noch nicht.
  2. 02Kohorten bilden: Wähle eine Kohortenlänge (Monat oder Quartal) und einen festen Stichtagsabstand (z. B. 90 Tage nach Kohortenende). Ab jetzt wird jede Kohorte gleich gemessen.
  3. 03Erst sammeln, dann vergleichen: Nach drei bis vier Kohorten hast du einen ersten Median und eine Spannweite. Vorher ist jeder Vergleich Rauschen.
  4. 04Segmente trennen, wenn sie sich unterscheiden: Wenn zwei Segmente stabil verschiedene Werte zeigen, bekommen sie eigene Benchmarks. Wenn nicht, bleiben sie zusammen – kleinere Gruppen schwanken stärker.

Typische Fehler

  • Definition zwischendurch ändern und die alten Werte trotzdem weiterverwenden.
  • Mittelwert statt Median nehmen und einen einzelnen Großauftrag als Trend lesen.
  • Kohorten zu früh messen – bevor die Entscheidungen gefallen sind – und dann gegen eine reife Kohorte vergleichen.
  • Ein externer Wert („Branchenschnitt“) ohne Definition als Ziel setzen.
  • Die Datengüte weglassen: 60 % gefüllte Felder ergeben keinen Benchmark, sondern einen Hinweis auf die nächste Datenaufgabe.

Das KPI-Definitionsblatt

Das Definitionsblatt unten ist eine leere CSV-Datei mit den Spalten Kennzahl, Typ, Zähler, Nenner, Zeitraum, Segment, Quelle, Datengüte, Verantwortlich und Anmerkung. Es enthält bewusst keine vorausgefüllten Werte – deine Definitionen sind deine. Zusätzlich gibt es den Benchmark-Erfassungsbogen, in dem du je Kohorte die gemessenen Werte einträgst.

Downloads

Zum Mitnehmen

Markdown öffnet sich in jedem Texteditor oder Notiz-Tool. CSV-Dateien sind Semikolon-getrennt und öffnen sich direkt in Excel, Numbers oder LibreOffice.

Gespräch

Du willst das auf deine Situation übertragen? Ein Erstgespräch klärt, wo dein größter Hebel liegt.

Shop analysieren lassen

Case Studies

Ergebnisse, die man nachlesen kann.

Veröffentlichte Projekte mit dokumentierten Zahlen. Jede Karte führt zur vollständigen Fallstudie.

Kunden

Unternehmen, die uns vertrauen.

299 Projekte seit 2016, von Online-Shops bis Konzernmarken. Auswahl aus aktuellen und historischen Projekten. Die Logos sind Eigentum der jeweiligen Marken.

Bekannt aus

ForbesHandelsblattFrankfurter Allgemeine ZeitungSüddeutsche ZeitungFrankfurter RundschauDeutscher AgenturpreisGerman Web Awards – Official Winner 2022

Passung

Passt Peak Atlas zu deinem Online-Shop?

Besonders sinnvoll, wenn …

  • Dein Shop hat bereits echte Nachfrage und soll profitabel wachsen.
  • Ads und Shop dürfen gemeinsam optimiert werden.
  • Du triffst Entscheidungen anhand von Zahlen und suchst einen Partner für Shop und Marketing zusammen.
Shop analysieren lassen

Am Ende eine ehrliche Einschätzung – auch wenn sie „noch nicht“ lautet.

Aktuell noch zu früh, wenn …

  • Dein Produkt noch nicht validiert ist.
  • Du lediglich möglichst günstige Ads-Betreuung suchst oder keine Zahlen teilen möchtest.
  • Umsatz wichtiger ist als wirtschaftlicher Ertrag und Shop oder Angebot nicht verändert werden dürfen.

Dann ist ein späterer Zeitpunkt meist die bessere Investition. Wir sagen das im Gespräch offen.

Bereit?

Bereit für den nächstenEuro?

Vielleicht liegt er in einem Warenkorb, der nie bestellt wird. In einer Kampagne, die nur das richtige Matching braucht. In einer Produktseite, die einen Tick schneller lädt. Das Erstgespräch zeigt es dir, in 15 Minuten, mit deinen Zahlen.

15 Min · Unverbindlich · Mit deinen Zahlen

Am Ende eine ehrliche Einschätzung, ob und wo wir helfen können.

Preise ansehen

Seit 2016 aktiv · 299 Projekte